Woher kommt mein Ei?
Eier aus der Ladentheke stammen heute aus unterschiedlichen Haltungsformen von zahlreichen Erzeugern aus Deutschland oder den benachbarten EU-Ländern. Unabhängig davon hat das Ei aus heimischer Legehennenhaltung die kürzesten Wege zu den Verbrauchern. Dem „Ei vom Hof in der Nähe“ kann man deshalb zurecht die größtmögliche Frische zuschreiben — und sich vor Ort meist sogar selbst ein Bild davon machen, woher das Ei kommt.
Haltungsform, Herkunftsland und Legebetriebsnummer
Haltungsform, Herkunftsland und Legebetriebsnummer müssen auf dem Ei in Form eines Erzeugercodes und zusammen mit anderen Angaben auch auf der Verpackung vermerkt sein. In Deutschland (Herkunftsland „DE“) geben die ersten beiden Ziffern der Legebetriebsnummer auf dem Ei Auskunft über das Bundesland, aus dem es stammt — „05“ steht z. B. für NRW. Bei der Haltung von Legehennen gibt es in Deutschland ab dem 1. Januar 2009 ein europaweit einzigartiges neues Haltungssystem: neben der Boden-, Freiland- und Biohaltung werden Legehennen dann nur noch in Kleingruppen mit Sitzstangen, Legenestern und Scharrräumen gehalten — in den übrigen EU-Ländern sollen die Voraussetzungen erst zum 1. Januar 2012 erfüllt werden.
An erster Stelle im Erzeugercode findet man hinsichtlich der neuen, artgerechteren Haltungsform jedoch leider auch künftig nur eine „3“ für Käfighaltung. Nur in Verbindung mit dem Hinweis auf die deutsche Herkunft, erhalten Verbraucher somit die Information zur verbesserten Haltungsform.
* In der Bundesrepublik ist die Käfighaltung, 3 Jahre früher als in den anderen EU-Staaten, seit dem 01.01.2009 verboten. Sie wurde durch die Deutsche Kleingruppenhaltung ersetzt. Hier teilen sich Gruppen von 20 bis 60 Legehennen ein Abteil, welches mit Sitzstangen, Nestern und einer Scharrfläche ausgestattet ist. Leider muss diese neue deutsche Haltungsform, die weit über die EU-Standards hinausgeht, auf Grund der EU einheitlichen Vermarktungsnormen weiterhin mit der Haltungsform 3 geprintet werden.




